30 Tipps für Wales – Meine Bucketlist

Wales - das kleine Land im Vereinigten Königreich haben nicht viele auf dem Radar. Man hat davon vielleicht schon einmal im Englischunterricht gehört und weiß, dass die Hauptstadt Cardiff ist. Dabei wird Wales völlig zu unrecht unterschätzt und abgetan. Es ist eines der schönsten und vielfältigsten Länder in Europa mit tollen Landschaften, lebendigen Kleinstädten und unglaublich freundlichen Menschen. Ich habe im Zuge meines Auslandsjahres ein Jahr hier gelebt und meine 30 Tipps für Wales in einer Bucketlist zusammengefasst.

Sieben Abenteuer an der walisischen Küste

Über 1.400 Kilometer Küste bieten eine atemberaubende Landschaft und Tierwelt. Spannende Felsformationen ragen manchmal aus türkisblauem Wasser, manchmal aus einer stürmischen See. Freistehende Felsen; Felsspalten, in die das Wasser peitscht; Felsbögen, die wie natürliche Brücken ins Meer ragen und Wasserfälle, die auf schwarzem Gestein ins Meer stürzen, kann man hautnah erleben und begehen. Beim Wandern oder auf Bootstouren kann man Schweinswale, Delfine, Robben oder auch Papageientaucher beobachten. An vielen Orten werden außerdem Sportarten wie Surfen, Seakayaking oder das in Wales erfundene Coasteering angeboten.

Acht unvergessliche Abenteuer im Snowdonia Nationalpark

Wales ist neben seiner 1.400 km langen Küste auch für seine Berge im Snowdonia Nationalpark bekannt. Dieser bietet nicht nur eine unglaubliche Vielfalt an Natur und Action, sondern auch kurze Anfahrtswege zwischen den Highlights. Nirgends sonst habe ich bisher vom Gipfel eines Berges das Meer sehen können. Die im Durchschnitt 700 bis 1.000 m hohen Berge bieten nicht nur eine wunderschöne Aussicht auf die Gebirgslandschaft, sondern auch auf die Irische See. In stillgelegten Steinbrüchen und Minen kann man die Überreste des Bergbaus erleben, der lange die walisische Geschichte prägte. Höhlen und Ziplines bieten außerdem Action und Adrenalin.

14 Tage Roadtrip durch Wales

Während meines Auslandsjahres wollte ich möglichst ganz Wales bereisen, ohne Auto ließ sich das aber nur schwer umsetzen. Deshalb hatten wir für den Besuch eines Freundes im April einen Roadtrip geplant. Wales ist nicht sonderlich groß und lässt sich ohne lange Fahrzeiten gut in 2 Wochen erkunden. Mietwägen sind derzeit unglaublich teuer, für die 2 Wochen hätten wir mit Vollkasko trotz Rabattes für den kleinsten Wagen fast 800 € gezahlt. Also hatten wir die Idee, dass mein Freund mit seinem eigenen Auto von Deutschland herkommt.

Eine Nacht am Cadair Idris

Der Cadair Idris (Cader Idris) ist mit 893 m der höchste Berg im südlichen Snowdonia National Park in Wales. Der lange Bergrücken umringt den See im Innern wie ein Krater. Auf ihm entlang führt der Wanderweg, von dem aus man einerseits bis aufs Meer und andererseits auf die Berge und Seen schauen kann. Besonders schön ist es, eine Nacht im Zelt am See zu verbringen. Bei gutem Wetter könnt ihr dann vom Gipfel den Sonnenuntergang über der Irischen See beobachten, am See frühstücken und ins kalte Wasser springen, bevor ihr zur Wanderung aufbrecht.

Checc in den Yorkshire Dales

Wie schon erwähnt bin ich dem Aberystwyth Caving Club beigetreten, habe bisher erst eine Höhle mitgemacht und mich trotzdem im November für die UK Caving Convention Checc angemeldet. Sie fand dieses Mal in den Yorkshire Dales im Norden Englands statt, wo mit der White Scar Cave die längste Höhle der UK liegt. Höhlen haben wir leider nicht viele gesehen, dafür aber unser Zelt im Schneesturm evakuiert und Spiele gespielt, die nur Höhlenkletterern einfallen. Die Clubs kamen dabei aus Cardiff, Bangor, Reading, Cambridge oder auch Oxford, um zusammen ein Wochenende in einer Scheune zu feiern und Höhlen zu erkunden.

Höhlenklettern in den Brecon Beacons

Die Brecon Beacons sind ein wunderschöner Nationalpark im Süden von Wales. In meinen ersten Wochen hätte ich sie gern oberirdisch gesehen, konnte ich ja auch kurz auf dem Weg zur Höhle. Während der Freshers Fair hatte ich den Caving Club entdeckt. Was bei uns exotisch ist, ist auf der Insel fast schon ein Trendsport: Höhlenklettern. Unser erster Trip führte uns zu einem großen Höhlensystem namens Ogof FFynnon Ddu, kurz OFD. Das ist Walisisch für Höhle der schwarzen Quelle. Mit insgesamt 50 km ist die Tropfsteinhöhle die drittlängste Höhle in der UK, ohne Club kommt man hier nicht rein. Zwei Wochen nach unserem Besuch kam diese Meldung in den Nachrichten: Ein Mann musste nach 2 Tagen aus der Höhle gerettet werden, in der wir unseren Freshers Trip hatten.

2 Tage Kanuwanderung auf der Oberen Havel

Ich lebe seit über 20 Jahren an der Mecklenburgischen Seenplatte und trotzdem wird dies der erste Beitrag zu meiner Heimat. Die Seenplatte eignet sich super für Kanutouren und ihre Landschaft erinnert stark an Südschweden. Mehr als 1000 Seen sind durch Flüsse und Bäche miteinander verbunden und bilden ein Netz aus Wasserwanderwegen. Die Strecke auf der Oberen Havel zwischen Kratzeburg und Neustrelitz gehört zu den bekanntesten der Region. Sie verläuft durch den Müritz Nationalpark und damit weitgehend auf motorbootfreien Gewässern inmitten der Natur. Wir sind ausschließlich im Nationalpark gefahren und haben endlich mal wieder eine Nacht im Zelt verbracht!

Naturwunder São Miguel – Die grüne und größte Insel der Azoren

São Miguel trägt den Beinamen Ilha Verde, die grüne Insel. Er kommt von ihrer üppigen Natur und außergewöhnlichen Landschaft. Sie ist mit einer Länge von knapp 64 km außerdem die größte Azoreninsel und touristisch am besten erschlossen. Hier geht wirklich alles, ob Whale Watching, Surfen, Canyoning, Reiten, Tauchen, Wandern oder Schwimmen. Wenn ihr nur eine Insel besucht, könnt ihr so ziemlich alles auf São Miguel erleben. Bei mehreren Inseln müsst ihr natürlich filtern, was ihr auf welcher Insel macht. Ich kann euch also nur einen Auszug zeigen, was im Vergleich zu den anderen Inseln auf São Miguel am besten ist.

Meine 11 Tipps für Pico – Die gebirgige Insel der Azoren

Die zweite Insel auf unserer Reise war Pico, die Ilha Montanha. Ihr Beiname bedeutet gebirgige Insel, da ihre Landschaft nicht nur vom höchsten Berg Portugals und dritthöchsten Vulkan im Atlantik, sondern auch durch viele kleinere Krater geprägt ist. Trotzdem fände ich Beinamen wie Lavainsel oder Vulkaninsel passender, denn ganz Pico ist geprägt vom Vulkangestein, die Weinberge, die Küsten, selbst die Häuser werden aus ihm gebaut. Für mich war Pico die aufregendste und schönste unserer drei Inseln und hier sind die 11 Gründe warum.