Was ihr beim Inselhopping auf den Azoren beachten solltet!

Die Azoren sind ein wunderschönes Reiseziel mit üppiger Natur, traumhaften Landschaften und einer Menge zu erleben. Wenn allerdings alles drunter und drüber geht, sämtliche Erlebnisse ausgebucht sind oder ihr nicht dorthin kommt, kann die Stimmung schnell kippen. Beim Inselhopping auf den Azoren gibt es einiges zu beachten und deshalb möchte ich hier separat von den Beiträgen zu den Inseln ein paar wichtige und nützliche Tipps festhalten.

MIETWAGEN

Der öffentliche Transport ist auf den Azoren problematisch. Züge gibt es nicht, Linienbusse nur auf São Miguel und auch hier nur spärlich mit unglaublich langen Fahrzeiten. Die einzig wirklichen Alternativen zum Mietwagen sind Taxis und geführte Touren. Die Taxis fahren auf São Miguel nach Festpreisen, die ihr einer Tabelle am Flughafen entnehmen könnt. Die anderen Inseln sind relativ klein, wodurch ein Taxi nicht sonderlich teuer wird. Wenn ihr halbwegs flexibel sein wollt, geht es ohne Mietwagen, Motorrad oder Roller aber einfach nicht. Die solltet ihr mindestens in der Hochsaison rechtzeitig buchen, denn viele Touristen brauchen ein Fahrzeug. Am besten schaut ihr bei lokalen Unternehmen wie Ilha Verde oder googelt explizit nach Vermietern am Ziel. Nach meiner Erfahrung kommt ihr da preislich deutlich besser weg, als bei den großen Anbietern wie Sixt und Avis.

FÄHREN

Je nachdem wie nah die Inseln liegen, bucht ihr am besten nur einen Mietwagen und setzt mit der Fähre über. Aber auch die solltet ihr rechtzeitig reservieren, wenn ihr ein Auto mitnehmen wollt. Leider braucht man dafür Fahrzeugmodell und Kennzeichen, was ihr in der Regel erst mit Empfang des Wagens wisst. Sobald ihr das Auto habt, bucht umgehend auch die Fähre! Auf der Website von Atlanticoline kann man 24 h vorher schon keines mehr mitnehmen und muss zum Ticketschalter in den Hafen fahren. Wir hatten dadurch eine ziemlich schlaflose Nacht, weil wir spontan zwischen Faial und Pico wechseln wollten. Plötzlich standen wir kurz davor uns zwischen unserem Mietwagen und Pico entscheiden zu müssen, dabei hatten wir auf Pico schon alles gebucht! Irgendwie hat man für uns einen letzten Platz frei gemacht, aber verlasst euch darauf nicht und bucht rechtzeitig!

ABSOLUT ALLES VORAB BUCHEN

Wie den Mietwagen und die Fähre, müsst ihr sämtliche Aktivitäten in der Hochsaison vorab buchen. Bei beliebten Restaurants wie in Furnas müsst ihr mindestens einen Tag vorher reservieren. Besichtigungen zum Beispiel vom Berg Pico oder den Grutas das Torres auf Pico brauchen mehrere Tage Vorlauf. Besondere Highlights wie Whale Watching, Canyoning oder Tauchen müsst ihr mehrere Wochen zuvor buchen! Wir haben 2 Wochen vor der Reise kaum noch einen Platz fürs Canyoning bekommen, eine andere Familie hat 2 Wochen vorher schon keinen Platz mehr beim Tauchen bekommen. Spontan entscheiden worauf ihr Lust habt, funktioniert hier im Sommer leider nicht.

TRINKWASSER

Wenn ihr auch am liebsten eure Trinkflasche mit Leitungswasser befüllt, wird es auf den Azoren schwierig. Wer das portugiesische Wasser kennt, weiß, dass es enorm chlorhaltig ist. Das Leitungswasser hier bringt das auf ein neues Level und schmeckt furchtbar. Jeder Ort hat einen Brunnen, an denen ich öfter Wanderer gesehen habe. Allerdings kann ich nicht sicher sagen, wie das Wasser hier schmeckt. Stattdessen habe ich mich damit abgefunden, 8 l-Kanister im Supermarkt zu kaufen.

KOSTENLOSE GRILLPLÄTZE

Ein kleines Highlight auf allen Inseln sind die kostenlosen Grillplätze, die von den Einwohnern sehr gut angenommen werden. Immer wieder entdeckt man sie am Straßenrand und an Aussichtspunkten, die öffentlichen und kostenlosen Grills und Picknicktische. Lediglich Geschirr und Grillgut müsst ihr mitbringen, was natürlich für Segler und aus Ferienwohnungen einfacher ist, als für Hotelurlauber.

SEHR HEISSE STRÄNDE

Aufgrund ihres vulkanischen Ursprungs sind die Strände schwarz und werden extrem heiß. Ohne Schuhe verbrennt ihr euch in wenigen Sekunden die Füße! Dafür reicht es schon ein Mal vom Handtuch zum Wasser zu laufen.

ESSBARE INGWERLILIE

Dieser Trick wurde uns beim Canyoning verraten und ist eher witzig als nützlich. Auf allen Inseln gibt es die gelbe Ingwerlilie. Sie ist eine invasive Pflanze aus dem Himalaya, die einmal auf die Azoren gebracht nun die heimischen Pflanzen verdrängt. Man kann sie kaum bekämpfen, allerdings ist ihr Nektar essbar. Zieht einfach die gelben Blüten aus dem Stiel, beißt das untere Ende ab und saugt den süßen Nektar aus dem Blütenkelch.

Wenn ihr mit irgendetwas von dieser Liste andere Erfahrungen gemacht oder noch weitere Tipps habt, schreibt sie mir gern in die Kommentare!

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